DJ Regierung will geplantes Anlegerschutzgesetz verschärfen - EamS
MÜNCHEN (Dow Jones)--Das von der Bundesregierung geplante und voraussichtlich im März 2011 in Kraft tretende Anlegerschutzgesetz soll besonders bei den Regelungen für Offene Immobilienfonds nachgebessert werden. „Ich könnte mir vorstellen, den Privatanlegern eine weitergehende Entscheidungsfreiheit zu belassen, institutionelle Anleger aber an die kurze Leine zu nehmen - schließlich brachten diese die Offenen Immobilienfonds in die Schieflage", sagte der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Leo Dautzenberg, der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag" (EamS). „Wir werden die Offenen Immobilienfonds auf sichere Beine stellen", sagte der Unionspolitiker.
Auch FDP-Finanzsprecher Frank Schäffler sieht dem Blatt zufolge Handlungsbedarf beim Gesetzentwurf. „Insbesondere muss intensiv geprüft werden, ob die für den Bereich Offene Immobilienfonds geplanten Verfahren zur Schließung und Abwicklung dieserFonds überhaupt praktikabel sind", sagte Schäffler. „Auch im Bereich der Anlageberatung sehen wir in Details noch Nachbesserungsbedarf."
Die Situation offener Immobilienfonds in Deutschland hatte sich diese Woche weiter zugespitzt. Zuletzt hatte die US-Bank Morgan Stanley die Abwicklung des Fonds Morgan Stanley P2 Value angekündigt. Nach dem Kanam US-Grundinvest und dem Degi Europa von Aberdeen war es bereits der dritte Fonds in Deutschland, der in diesem Herbst aufgeben musste. Allein vom P2 Value sind 40.000 Privatanleger mit einem Fondsvermögen von 852 Mio EUR betroffen. Der 45seitige Entwurf zum Anlegerschutzgesetz war im September von der Bundesregierung beschlossen worden und soll am 11. November im Bundestag in die erste Lesung gehen.
DJG/cln
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October 31, 2010 08:34 ET (12:34 GMT)
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