DJ US-Wachstum verliert im zweiten Quartal an Dynamik (zwei)
Die Endnachfrage, definiert als BIP ohne Berücksichtigung der Lagerveränderungen, erhöhte sich annualisiert um 1,3%, nachdem im ersten Quartal ein Wachstum von 1,1% verzeichnet worden war. Die Unternehmensinvestitionen und - in einem geringeren Maße - der Konsum stütze des Wachstum, während der Außenhandel die BIP-Entwicklung belastete.
Besonders kräftig zogen im Berichtsquartal die Investitionen an: Die Bruttoinvestitionen erhöhten sich um annualisiert 28,8% (Vorquartal: plus 29,1%), ihr Wachstumsbeitrag betrug 3,14 Punkte. Dabei kletterten die Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen um 21,9% (plus 20,4%) und die Investitionen in Wohnbauten um 27,9% (minus 12,3%).
Das Wachstum des Privatkonsums - wichtigste Stütze des US-BIP - schwächte sich etwas ab: Der private Konsum stieg im zweiten Quartal um 1,6% (plus 1,9%) und lieferte damit einen Wachstumsbeitrag von 1,15 Punkten. Der Staatskonsum nahm um 4,4% (minus 1,6%) zu und stützte das BIP mit 0,88 Punkten.
Die Exporte erhöhten sich im zweiten Quartal mit einer annualisierten Rate von 10,3% (plus 11,4%) und die Importe um 28,8% (plus 11,2%). Die Nettoexporte schmälerten damit das Wachstum um 2,78 Prozentpunkte.
Der zugrundeliegende Preisauftrieb in den USA schwächte sich im zweiten Quartal weiter ab. So stieg der Deflator für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) um lediglich 0,1% nach einem Plus von 2,1% im Vorquartal und plus 2,7% im vierten Quartal 2009. Für den von der von der US-Notenbank als Inflationsmaß favorisierte Kern-PCE-Preisindex - der die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise nicht berücksichtigt - wurde ein Plus von 1,1% (erstes Quartal: plus 1,2%) verzeichnet. Das war der niedrigste Anstieg sei dem ersten Jahresviertel 2009. Der BIP-Deflator betrug plus 1,8% nach plus 1,0% im Vorquartal.
Webseite: www.census.gov
DJG/DJN/kth/mle
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July 30, 2010 09:31 ET (13:31 GMT)
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