DJ UPDATE: Bund hält Begrenzung dt.Exportfähigkeit für falschen Weg
(NEU: Weitere Aussagen von Steegmans)
Von Beate Preuschoff
DOW JONES NEWSWIRES
BERLIN (Dow Jones)--Eine Einschränkung der deutschen Exportfähigkeit, um innerhalb Europas eine Harmonisierung der Wettbewerbsfähigkeit herbeizuführen, hält die Bundesregierung nicht für einen anzustrebenden Weg. "Die Exportwirtschaft jetzt anzuhalten, dass sie beispielsweise mehr unattraktive Güter herstellt, würde dem Wettbewerbsgedanken in Europa widersprechen", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans am Montag in Berlin.
In der Diskussion sei auch zu bedenken, dass Deutschland kein Land sei, in dem der Staat die Löhne oder den Konsum festlegen könne. Es sei aber "sicherlich richtig und wichtig, dass wir in Europa auf eine Harmonisierung der Wettbewerbsfähigkeit insgesamt hinarbeiten", fügte Steegmans hinzu.
Gewinnbringender wäre es für alle europäischen Staaten, die gesamte Kraft in eine gemeinsame Wachstumsstrategie zu stecken als dass sich einzelne Staaten künstlich zurücknähmen. Insofern stelle sich aus Sicht der Bundesregierung eher die Frage, wie andere europäische Länder ebenso exportstark werden könnten wie Deutschland.
Europa arbeite derzeit an einer gemeinsamen Wachstumsstrategie, der Agenda 2020. Diese werde mehr Koordination und mehr Innovation in Europa bringen. Deutschland werde zudem andere Länder dabei unterstützen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, sagte Steegmans.
Webseite: www.bundesregierung.de
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March 15, 2010 08:15 ET (12:15 GMT)
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