DJ DER AKTIONÄR Online: CropEnergies hat den (Bio-)Tiger im Tank
Bei CropEnergies (WKN A0L AUP) ist der Name Programm. Die Gesellschaft
gewinnt aus nachwachsenden Rohstoffen Energie. Mit einer starken Mutter im
Rücken will der
Vorstand die Marktstellung ausbauen und den Gewinn steigern.
CropEnergies profitiert von der steigenden Nachfrage nach Alternativen zu
fossilen Energieträgern. Die Südzucker-Tochter (70,6 Prozent) ist ein
gemessen an der Produktionskapazität führender europäischer Hersteller von
Bioethanol für den Kraftstoffsektor. Die Gesellschaft ist solide finanziert
und sollte mit der starken Mutter im Rücken ihre Technologie- und
Kostenführerschaft ausbauen. Das dürfte sich auch im Zahlenwerk bemerkbar
machen.
Gemischtes Bild
Nach den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2009/10 bietet die
Gesellschaft ein gemischtes Bild. Während der Bioethanol-Hersteller seinen
Umsatz deutlich steigern konnte, rutschte der
Konzern in die Verlustzone.
Auf Neunmonatssicht lag der
Umsatz bei 280 Millionen
Euro. Das
EBITDA ging
von 22,8 auf 16,9 Millionen
Euro zurück. Deutlich negativ hat sich ein
außerplanmäßiger Reparaturbedarf im neuen Werk in Belgien erwiesen.
Zuversichtlicher
Vorstand Doch an der Börse wird bekannterweise die Zukunft gehandelt. Die sieht bei
der Südzucker-Tochter deutlich besser aus - wenn es nach den Prognosen von
Finanzvorstand Joachim Lutz geht. Durch die Auslastung der erweiterten
Produktionskapazitäten für Bioethanol und eiweißhaltige Kuppelprodukte geht
das Unternehmen bei weiterhin moderaten Rohstoffkosten von einem
fortgesetzten Unternehmenswachstum mit einem deutlich verbesserten
operativen Ergebnis aus. CropEnergies dürfte unter anderem von den höheren
Beimischungen von Biosprit in Benzin in Europa profitieren. Der Finanzchef
erwartet, dass sich der
Umsatz in einem Zielkorridor von 400 bis 500
Millionen
Euro bewegt. Im letzten komplett bilanzierten Geschäftsjahr
2008/09 hatte der
Konzern Erlöse in Höhe von 328 Millionen
Euro erwirtschaftet. Beim Gewinn will Lutz signifikant über den 18,2 Millionen
Euro von 2008/09 liegen.
Analysten sehen Kurspotenzial
Es wird sich zwar erst im kommenden Halbjahr zeigen, ob auf die
Wachstumspläne auch entsprechende Gewinne folgen werden. Die
Analysten der
UniCredit sehen die Gesellschaft allerdings auf einem guten Weg und heben
die weniger stark wachsenden Kosten hervor. Sie bestätigen die
Kaufempfehlung und sehen die
Aktie bei 5,00
Euro fair bewertet. Das
Kursziel, das DZ-Bank-Analyst Sven Olaf Kürten ausgegeben hat, lautete
derweil 4,50
Euro, nachdem er zuvor 3,30
Euro je
Aktie für angemessen
gehalten hatte.
Vor Kaufsignal
Die
Aktie pendelte zuletzt sehr volatil seitwärts. Mit dem Sprung über 4,20
Euro würde die
Aktie ein massives Kaufsignal generieren. Mögliche
Veränderungen bei der Verordnung zur Biosprit-Beimischung sorgen für
zusätzliche Fantasie. Risikobewusste Anleger greifen bereits unter der Marke
zu und bauen eine Trading-Position auf. Das erste Kursziel liegt bei 5,50
Euro.
Mehr Informationen, Nachrichten und Empfehlungen finden Sie im Internet
unter www.deraktionaer.de.
+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum
Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS
/ HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter www.deraktionaer.de +++
(END) Dow Jones Newswires
March 15, 2010 08:11 ET (12:11 GMT)