DJ Wall Street schließt etwas fester - China-Sorgen verblassen
NEW YORK (Dow Jones)--Dank eines kleinen Endspurts hat die Wall Street am Donnerstag etwas fester geschlossen, wobei optimistische Aussagen von Citigroup-CEO Vikram Pandit insbesondere den Finanzsektor beflügelten. Der Dow-Jones-Index legte um 0,4% oder 45 Punkte auf 10.611 zu. Für den S&P-500-Index ging es um 0,4% bzw 5 Zähler auf 1.150 nach oben und damit praktisch auf Jahreshoch. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index gewann ebenfalls 0,4% oder 10 Punkte auf 2.369. Umgesetzt wurden 0,97 (Mittwoch: 1,14) Mrd Aktien. Dabei standen 1.800 Kursgewinnern 1.234 -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 121 Titel.
Etwas unter den Erwartungen gebliebene Daten vom Arbeitsmarkt und Inflationssorgen in China hatten die Kurse über weite Strecken gebremst. Letztlich trat die negative Interpretation der Daten jedoch etwas in den Hintergrund. Die chinesischen Inflationsdaten schürten zunächst die Angst vor einer geldpolitischen Straffung. Im Februar stiegen die Lebenshaltungskosten um 2,7% gegenüber dem Vorjahr anstelle erwarteter 2,4%. Damit hat sich die Teuerung nach einem Plus von 1,5% im Januar deutlich beschleunigt. Gleichzeitig zog die Industrieproduktion stärker als vorhergesagt an.
"China muss sich sehr viel schneller mit dem Problem der Inflation auseinandersetzen als es die USA müssen", sagte Aktienstratege Peter Boockvar von Miller Tabak. Allerdings relativierten einige Marktstrategen die möglichen Schritte zur Eindämmung des Wachstums in China und die Folgen für die globale Nachfrage. "Ich weiß, die Pessimisten mögen diese Sichtweise und glauben daran. Wir werden vielleicht eine Zinserhöhung erleben, aber wir werden keinen Absturz der chinesischen Volkswirtschaft sehen", erläuterte Marktstratege Phil Orlando Federated Investors.
Die Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung sind mit einem Minus von 6.000 etwas weniger deutlich als mit 9.000 vorhergesagt zurückgegangen. Die US-Handelsbilanz für Januar fiel dagegen niedriger als erwartet aus. Die gesunkene Importquote lasse dabei nicht auf ein Anspringen des Konsums schließen, so kritische Stimmen aus dem Handel. Für Beruhigung sorgte unterdessen die positiv verlaufene Auktion 30-jähriger Schuldentitel.
Citigroup gehörten wie schon an den Vortagen zu den klaren Gewinnern. Die Papiere der Bank legten bei hohen Umsätzen um weitere 5.6% auf 4,18 USD zu. Marktteilnehmer verwiesen auf Spekulationen über einen anstehenden Ausstieg des Staates, was als Zeichen einer stabilisierten Lage interpretiert wurde. CEO Pandit heizte die Spekulationen weiter an, indem er sagte, er wäre über einen möglichen Ausstieg des Staates "nicht überrascht". Zudem wies der CEO auf mögliche Gewinnsteigerungen der Bank hin. Unter den Finanzwerten stiegen im Dow Bank of America um 0,1% auf 17,12 USD, J.P. Morgan um 0,6% auf 43,18 USD und American Express um 1% auf 40,11 USD.
Exxon Mobil standen im Blick der Investoren. Das Ölunternehmen teilte mit, dass durch das Anlaufen mehrerer Großprojekten die Ölförderung bis 2015 um 1,5 Mio Barrel Öläquivalent pro Tag steigen werde. Der Konzern will bis 2014 jährlich 25 Mrd bis 30 Mrd USD investieren. Exxon schlossen unverändert bei 67,22 USD.
Devon Energy legten um 0,3% auf 72,04 USD zu. Das Unternehmen hat Anlagen in Brasilien, dem Golf von Mexiko und Aserbaidschan für 7 Mrd USD an BP verkauft. Im Gegenzug übernahm Devon ein Projekt von BP in Kanada für 500 Mio USD. Dr Pepper Snapple wurden 4,1% fester mit 35,03 USD gehandelt. Die Analysten von UBS haben die Aktie des Getränkekonzerns auf "Kaufen" von "Neutral" hochgestuft.
DJG/DJN/flf
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March 11, 2010 17:03 ET (22:03 GMT)
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