DJ Börsen in Europa am Mittag uneinheitlich
FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte tendieren am Mittwochmittag uneinheitlich bei ruhigem Handel. "Es fehlt einfach der Impuls, die an sich gute Stimmung in weitere Kursgewinne umzusetzen", beschreibt ein Börsianer das Geschehen. Die Nachrichtenlage sei noch dünner als an den beiden vorangegangenen Tagen, und klare Richtungsvorgaben von Wall Street und den asiatischen Aktienmärkten gebe es nicht. Noch dazu gähne der Terminkalender vor Leere.
Die Trägheit könnte bis Freitag auf den Märkten lasten, da erst dann mit US-Einzelhandelsumsätzen wieder wichtige Zahlen anstehen. Der Euro-Stoxx-50 legt gegen 12.45 Uhr um 0,3% oder 9 auf 2.890 Punkte zu, der Stoxx-50 verliert indes 0,1% bzw 2 auf 2.575. Charttechnisch trifft der Euro-Stoxx-50 im Bereich von 2.900 Punkten auf Widerstand, Unterstützung findet sich auf dem Niveau von 2.850 Punkten
Finanzwerte legen leicht zu
Die Finanzwerte weisen leichte Gewinne auf. Gut kommen im Handel die Zahlen von Fortis für das vergangene Jahr an. "Der Nettogewinn hat mit 1,192 Mrd EUR leicht über den Erwartungen gelegen, und die Dividende ist deutlich höher als erwartet ausgefallen", sagt ein Marktteilnehmer. Für 2009 will der Finanzdienstleister 0,08 EUR je Aktie ausschütten, Analysten hatten im Mittel ihrer Prognosen lediglich 0,04 EUR erwartet. Die Aktie steigt um 2,7% auf 2,79 EUR. Der Sektor rückt um 0,1% vor.
Swiss Re warten mit Angaben zur Schadensbelastung aus dem Erdbeben in Chile und dem Wintersturm Xynthia auf. Mit insgesamt 640 Mio CHF muss Swiss etwas mehr als von Analysten erwartet tragen. Es sei nicht auszuschließen, dass der Betrag noch nach oben korrigiert werden müsse, meinen Experten. Mit einem Minus von 0,4% auf 50,00 CHF tendiert die Aktie schwächer als der Versicherungssektor, der um 0,4% steigt. Etwas fester tendieren auch die Bankenwerte dank guter Vorgaben des US-Bankenindex vom Vortag. Hier geht es im Schnitt um 0,3% nach oben.
Bewegung im Bausektor - ING lobt und tadelt
Im Bausektor, der 0,1% steigt, sorgen zahlreiche Umstufungen durch ING für Bewegung. Die Aussichten für den Baustoffsektor sind nach Ansicht von ING düster. Die Analysten rechnen mit einem weiteren Preisverfall und weiter steigenden Kosten. Für 2010 wird weltweit ein Preisrückgang von 2,4% prognostiziert. Dies dürfte den Druck auf die Margen verstärken. Vor diesem Hintergrund werde es wiederum wohl zu einer Reihe von Abstufungen und Anpassungen der Gewinnschätzungen kommen.
Der Anstieg der Saint-Gobain-Aktie nach den vorläufigen Zahlen ist nach Ansicht der Analysten zu stark ausgefallen. Es bestünden weiterhin Risiken. Zudem wird auf die hohe Abhängigkeit des Unternehmens von Entwicklungsländern verwiesen, was zu einem Rückgang der Volumina führen könnte. Die Konsequenz: Abstufung auf "Sell" von "Hold". Der Kurs: Minus 0,7% auf 35,94 EUR. Gnädiger gestimmt sind die Experten für Wienerberger. Für die Aktie spreche, dass sie mit einem Abschlag von 15% gehandelt werde, was eine Hochstufung auf "Buy" von "Sell" erlaube. Der Kurs steigt um 2,5% auf 14,17 EUR.
Gute Vorgaben für Fluglinien
Gute Vorgaben machen Händler für die europäischen Fluggesellschaften aus, nachdem sich in den USA am Dienstag UAL, die Muttergesellschaft von United Airlines, zu den Durchschnittserlösen geäußert und damit positiv überrascht hat. Vor diesem Hintergrund markierte der Dow-Jones-Transportindex ein neues Jahreshoch. "Die Zahlen von UAL sprechen für eine deutlicher als erwartet ausfallende Erholung", sagte ein Händler. Gleichzeitig sei die Entwicklung der Durchschnittserlöse der US-Fluglinien in der Vergangenheit ein recht guter Frühindikator für das Geschäft der europäischen Wettbewerber gewesen. British Airways steigen um 1,6% auf 227 p, Air France-KLM rücken um 1,3% auf 10,56 EUR vor.
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March 10, 2010 06:47 ET (11:47 GMT)
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